Yoast-Sitemap in der Google Search Console einreichen

Die Yoast-Sitemap hilft Google, wichtige URLs zu finden. Hier zeige ich, wie du sie einreichst und welche Search-Console-Meldungen du richtig einordnest.

Dieser Artikel wurde zuletzt am 18. Juni 2026 aktualisiert.

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Geschrieben von Saskia Teichmann
am 18. Juni 2026
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Humorvolles 50er-Jahre-Werbeplakat mit Frau, Karte und kleinem Suchroboter als Bild für das Einreichen einer Yoast-Sitemap bei Google.

Stand: Juni 2026. Eine XML-Sitemap ist keine magische SEO-Abkürzung. Sie ist eher die geordnete Liste deiner wichtigen URLs: hier sind meine Inhalte, bitte lies sie sauber ein. Yoast SEO kann diese Liste automatisch erzeugen. Die Google Search Console zeigt dir danach, ob Google die Sitemap abrufen konnte und welche URLs daraus erkannt wurden.

Dieser Artikel setzt voraus, dass deine Search Console bereits eingerichtet ist. Falls du noch am Anfang stehst, lies zuerst den Guide zur Search-Console-Property. Die falsche Property ist einer der häufigsten Gründe, warum Menschen ihre Sitemap einreichen und anschließend in der falschen Datenansicht suchen.

Vorher prüfen: Property und Sitemap müssen zusammenpassen

Bevor du irgendetwas einreichst, öffne deine Sitemap im Browser. Bei Yoast liegt der Sitemap-Index normalerweise hier:

https://deine-domain.de/sitemap_index.xml

Wenn du diese URL nicht selbst im Browser aufrufen kannst, kann Google sie meistens auch nicht sinnvoll abrufen. Prüfe dann zuerst HTTPS, Weiterleitungen, Wartungsmodus, Passwortschutz, Firewall, Cache und ob überhaupt das richtige SEO-Plugin die Sitemap erzeugt.

Wichtig ist außerdem die richtige Search-Console-Property. Eine Sitemap für https://example.com/ gehört nicht in eine URL-Präfix-Property für https://www.example.com/. Bei einer Domain-Property ist der Blick breiter, aber auch dort solltest du die vollständige Sitemap-URL einreichen, wenn das Eingabefeld nicht automatisch eine Domain voranstellt.

Yoast-Sitemap finden

In Yoast findest du die XML-Sitemap unter Yoast SEO > Einstellungen > Website-Funktionen. Dort muss die Funktion XML-Sitemaps aktiv sein. In der aktuellen Yoast-Oberfläche liegt diese Option im Bereich Technisches SEO. Wenn die Funktion aktiv ist, kannst du über XML-Sitemap ansehen den Sitemap-Index öffnen.

Der Sitemap-Index ist die Übersicht. Darin stehen einzelne Sitemaps, zum Beispiel für Beiträge, Seiten, Kategorien oder andere Inhaltstypen. Genau deshalb reichst du in der Regel nicht jede einzelne Sitemap ein, sondern den Index.

Wenn du live ein anderes SEO-Plugin nutzt, kann der sichtbare Generator unten in der Sitemap anders heißen. Für die Search Console zählt nicht der Markenname des Plugins, sondern ob die Sitemap erreichbar ist, gültige URLs enthält und zur Property passt.

Sitemap in der Search Console einreichen

  1. Öffne die Google Search Console.
  2. Wähle die richtige Property aus.
  3. Gehe zu Indexierung > Sitemaps.
  4. Entferne veraltete oder offensichtlich falsche Sitemaps, wenn dort noch alte Einträge liegen.
  5. Trage unter Neue Sitemap hinzufügen entweder sitemap_index.xml oder die vollständige URL https://deine-domain.de/sitemap_index.xml ein. Welche Variante passt, hängt davon ab, ob das Feld die Domain bereits vorgibt.
  6. Klicke auf Senden.

Google formuliert das technisch nüchtern: Du lädst keine Datei zu Google hoch, sondern teilst Google mit, wo die Datei auf deiner Website liegt. Das ist ein wichtiger Unterschied. Wenn die Sitemap später nicht mehr erreichbar ist, kann auch eine einmal erfolgreiche Einreichung wieder Probleme bekommen.

Was du nach dem Absenden siehst

Nach dem Absenden zeigt die Search Console eine Zeile für die eingereichte Sitemap. Dort findest du unter anderem die eingereichte URL, den Typ, das Einreichungsdatum, den letzten Abruf, den Status und die erkannten Seiten. Bei einem Sitemap-Index zählt Google die URLs aus den enthaltenen einzelnen Sitemaps zusammen.

  • Erfolgreich: Google konnte die Sitemap abrufen und lesen.
  • Konnte nicht abgerufen werden: Google konnte die Datei nicht holen. Prüfe URL, Zugriff, robots.txt, Serverantwort und Weiterleitungen.
  • Sitemap enthält Fehler: Google konnte die Datei zwar erreichen, hat aber beim Lesen ein Problem gefunden.
  • Erkannte Seiten: Das ist die Zahl der URLs, die Google aus der Sitemap gelesen hat. Es ist keine Garantie für Indexierung.

Direkt nach der Einreichung darfst du ein bisschen Geduld haben. Google kann eine Sitemap schnell abrufen, aber das Crawling und die Indexierung der enthaltenen URLs folgen nicht automatisch im selben Moment.

Häufige Fehlermeldungen richtig einordnen

Viele Sitemap-Probleme sind keine großen SEO-Katastrophen, sondern schlichte Zuordnungs- oder Erreichbarkeitsfehler. Genau deshalb lohnt sich eine ruhige Reihenfolge beim Prüfen.

  • Falsche Property: Du bist in der Property für http, www oder eine Subdomain, reichst aber die Sitemap einer anderen Variante ein.
  • 404 oder falsche URL: Die Sitemap liegt nicht unter der eingetragenen Adresse. Öffne die URL direkt im Browser.
  • robots.txt blockiert: Google darf die Sitemap oder wichtige Bereiche der Website nicht abrufen.
  • Login, Wartungsmodus oder Coming-Soon-Seite: Für dich sieht die Website erreichbar aus, Google bekommt aber eine Sperre oder eine Platzhalterseite.
  • Weiterleitungsketten: Die Sitemap oder enthaltene URLs leiten zu oft weiter oder zeigen nicht auf die endgültigen URLs.
  • URLs nicht indexiert: Das ist nicht automatisch ein Sitemap-Fehler. Prüfe noindex, Canonicals, interne Links, Qualität und Suchintention der jeweiligen Seiten.

Mein Standardtest: Sitemap-URL im Browser öffnen, HTTP-Status prüfen, eine wichtige URL aus der Sitemap kopieren, in der URL-Prüfung live testen und dann erst in Yoast oder WordPress nach der Ursache suchen. So vermeidest du das beliebte Herumklicken an der falschen Stelle.

Was in die Sitemap gehört und was nicht

Eine gute Sitemap ist nicht einfach eine Liste aller URLs, die WordPress irgendwie erzeugen kann. Sie sollte die URLs enthalten, die du wirklich in der Suche sehen möchtest. Genau hier wird Yoast praktisch: Inhaltstypen und Taxonomien, die auf noindex stehen, gehören normalerweise nicht in die Sitemap.

Für kleine Websites ist das oft überschaubar: Beiträge, Seiten, eventuell wichtige Kategorien. Für Shops, Mitgliederbereiche, Filterseiten, interne Suchseiten oder dünne Tag-Archive musst du bewusster entscheiden. Nicht jede URL, die technisch existiert, verdient einen Platz in Googles Index.

Wenn du später Kategorien, Schlagwörter und Archive mit Yoast einordnest, entscheidest du damit indirekt auch, was Google über die Sitemap angeboten bekommt. Die Sitemap ist also kein isolierter Knopf, sondern Teil deiner gesamten Inhaltsarchitektur.

Was eine Sitemap nicht kann

Eine Sitemap hilft Suchmaschinen, URLs zu finden. Sie garantiert aber nicht, dass Google jede URL crawlt, indexiert oder gut rankt. Google sagt selbst, dass aus einer Sitemap erkannte URLs nicht automatisch gecrawlt oder indexiert werden müssen.

Wenn eine Seite auf noindex steht, nur über eine schwache interne Struktur erreichbar ist, hinter einem Cookie-/Login-/Wartungsmodus hängt oder inhaltlich kaum Substanz hat, rettet die Sitemap sie nicht. Dann liegt das Problem nicht bei der Einreichung, sondern bei der Seite selbst.

Deshalb ist die bessere Frage nach der Einreichung nicht: „Warum ist nicht sofort alles indexiert?“ Sondern: „Sind die richtigen Inhalte in der Sitemap, sind sie erreichbar, und haben sie genug Grund, überhaupt gesucht und gefunden zu werden?“

FAQ

Soll ich den Sitemap-Index oder einzelne Sitemaps einreichen?

In der Regel reicht der Sitemap-Index. Er verweist auf die einzelnen Sitemaps und wird automatisch aktualisiert, wenn du Inhalte veröffentlichst, änderst oder entfernst.

Muss ich die Sitemap nach jedem neuen Beitrag neu einreichen?

Nein. Yoast aktualisiert den Sitemap-Index dynamisch. Google kann ihn später erneut abrufen. Bei sehr großen strukturellen Änderungen oder nach einem Fehler kann ein erneutes Absenden sinnvoll sein, aber nicht nach jedem normalen Blogbeitrag.

Warum steht die Sitemap auf noindex?

Das ist bei Yoast normal. XML-Sitemaps müssen selbst nicht als Suchergebnis indexiert werden. Wichtig ist, dass Google die Sitemap lesen und den Links darin folgen kann.

Warum sind erkannte Seiten trotzdem nicht indexiert?

Weil die Sitemap nur beim Finden hilft. Prüfe die betroffene URL in der URL-Prüfung, achte auf noindex, Canonical, Weiterleitungen, interne Links, Serverantworten und die inhaltliche Qualität der Seite.

Was mache ich bei „Konnte nicht abgerufen werden“?

Öffne die Sitemap-URL im Browser, prüfe die Property, teste die URL live in der Search Console und schaue nach Sperren durch robots.txt, Passwortschutz, Wartungsmodus oder Firewall. Wenn die URL falsch war, entferne den falschen Eintrag und reiche die korrekte Sitemap neu ein.

Brauche ich überhaupt eine Sitemap, wenn meine Website klein ist?

Google kann kleine, gut intern verlinkte Websites oft auch ohne Sitemap weitgehend finden. Trotzdem ist die Sitemap für WordPress-Websites meistens sinnvoll, weil sie wenig Aufwand macht, saubere Diagnosedaten liefert und bei neuen oder weniger stark verlinkten Inhalten hilft.

Quellen

<span class="castledown-font">Saskia Teichmann</span>

Saskia Teichmann

Saskia Teichmann ist zertifizierte KI-Strategin (MMAI®) und Full Stack Web Developer. Sie unterstützt Mittelstand und Industrie dabei, KI, DSGVO, EU-KI-Verordnung und moderne Webtechnologien in eine zukunftsfähige, rechtssichere Digitalstrategie zu bringen.

Vereinfacht ausgedrückt:
Als Technical Reality Translator und arbeitet sie an der Schnittstelle von KI, Webentwicklung und betrieblicher Realität. Sie entwickelt KI-gestützte Workflows für Unternehmen und Agenturen — mit dem Anspruch, dass Technik nicht nur im Demo beeindruckt, sondern im Alltag funktioniert.

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