Wie aus einem Seobility-Report eine zehnjährige Zusammenarbeit wurde

Was mit einem Seobility-Report begann, ist heute eine zehnjährige Zusammenarbeit rund um das digitale System von CK Voice Lessons – von WordPress und WooCommerce bis Sichtbarkeit, KI und CRM.

Papiermikrofon mit korallfarbener Klangschleife, die zu einem einzelnen verrutschten Zahnrad hinter der Bühne zurückführt.

Als Carl Keaton vor rund zehn Jahren zum ersten Mal bei mir anrief, kannte er mich nur von meiner damaligen Website. Er hatte einen Seobility-Report für ckvoicelessons.de und wollte wissen, welche der vielen Hinweise seine bestehende WordPress- und WooCommerce-Seite wirklich weiterbringen würden. Beauftragt hatte er mich zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht, trotzdem steckten wir schon mitten in einer ausführlichen Beratung. Kurz darauf schickte er mir den Report – und gab mir die besprochenen Punkte direkt zur Umsetzung.

Was von der langen To-do-Liste wirklich wichtig war

Ein Onpage-Report kann sehr gut zeigen, wo eine Website technisch oder inhaltlich auffällt. Er weiß allerdings nichts über das Geschäft dahinter. Er kann nicht entscheiden, welche Änderung zuerst dran ist, wie mehrere Probleme zusammenhängen oder ob eine Empfehlung für genau diese Website überhaupt sinnvoll ist.

Ich arbeitete die Liste deshalb nicht einfach von oben nach unten ab. Wir sortierten, was die Website technisch ausbremste, wo Inhalte und Seitenstruktur einander im Weg standen und welche Änderungen für die Sichtbarkeit tatsächlich relevant waren. Am Ende dieser ersten Optimierungsphase standen die von Seobility gemessenen Bereiche Technik, Inhalt und Struktur auf A. Auch der damalige Google-PageSpeed-Test erreichte die A-Wertung; wichtige Suchbegriffe standen je nach Keyword in den Top 3 oder Top 5.

Danach kamen immer wieder neue Fragen. Manche ließen sich mit einer gezielten technischen Änderung lösen, andere brauchten eine inhaltliche oder geschäftliche Entscheidung. Carl holte mich zunehmend früher dazu – nicht erst, wenn etwas kaputt war, sondern schon dann, wenn er wissen wollte, ob eine Idee für sein Unternehmen überhaupt trägt. So wurde aus einzelnen Optimierungsaufträgen nach und nach eine Zusammenarbeit, die heute selbstverständlich zu seinem Betrieb gehört.

Irgendwann passte die Website nicht mehr zum Geschäft

Die erste CK-Website hatte Carl selbst aufgebaut: auf einem recht unhandlichen Theme und mit vielen Plugins, die jeweils eine bestimmte Aufgabe übernehmen sollten. Damit war er weit gekommen. Mit den Jahren wuchs die Voice Academy jedoch weiter, während die Website immer schwerer zu verändern wurde.

Wir haben ckvoicelessons.de deshalb vollständig neu gedacht. Ich entwickelte mit Carl das Website-Konzept, holte für die visuelle Gestaltung einen meiner Designpartner dazu und setzte das technische Gesamtsystem um. Dazu kam ein eigener Server, passend zur installierten Anwendung konfiguriert. Website und Server betreue ich bis heute.

WooCommerce ist dabei seit Beginn unserer Zusammenarbeit ein zentraler Teil des Systems. Heute lassen sich über die Website unterschiedliche Unterrichtsmodelle, Testangebote und Gutscheine buchen; die Academy arbeitet vor Ort und online. Mehrsprachigkeit, Formulare, Inhalte, Buchungswege und die angebundenen Marketingwerkzeuge müssen sich weiterentwickeln können, ohne dass eine Änderung an anderer Stelle unbemerkt etwas auseinanderreißt.

Wie tief diese Arbeit manchmal reicht, zeigte sich bei einer späteren Wartung: In einer WooCommerce-Warteschlange landete derselbe Hintergrundprozess immer wieder. Ich konnte die Ursache bis in WooCommerce selbst zurückverfolgen, den Fehler reproduzieren und als öffentliches WooCommerce-Issue melden. Zusätzlich reichte ich einen Fix mit Regressionstest ein. Ein WooCommerce-Maintainer bestätigte die Diagnose; der Fehler wurde anschließend mit Pull Request #65450 im WooCommerce-Core corrigé.

Für CK Voice Lessons war das keine neue Funktion, die man auf der Website bewundern konnte. Es bedeutete schlicht, dass das System im Hintergrund wieder ordentlich arbeitete. Genau solche Aufgaben gehören zu einer Website, die nicht nur online stehen, sondern über Jahre zuverlässig mit einem Unternehmen mitgehen soll.

Die nächste Baustelle beginnt nicht im WordPress-Backend

Inzwischen hängen Website, Server, WooCommerce, Mehrsprachigkeit, Anzeigenkampagnen, Suchdaten und Content eng zusammen. Wenn wir etwa das Klickziel einer Anzeige verbessern, reicht eine hübschere Landingpage nicht aus. Die Seite muss zur Anzeige passen, schnell laden, sauber ausgewertet werden können und die Anfrage so weitergeben, dass Carls Team damit arbeiten kann.

Gerade beschäftigt uns deshalb die Frage, wie Interessent:innen und Kund:innen übersichtlich und datenschutzbewusst verwaltet werden können. Anfragen aus den Website-Formularen und aus Perspective Funnels laufen derzeit in Pipedrive ein; HubSpot ist ebenfalls angebunden. Carl hat dafür verschiedene Lösungen ausprobiert. Entstanden ist eine Toolkette, die einzelne Aufgaben erfüllt, sich als Ganzes aber nach Stückwerk anfühlt.

Ein eigenes, zum tatsächlichen Ablauf passendes CRM ist daher das nächste größere Projekt. Bevor dafür eine Oberfläche entsteht, müssen wir klären, welche Daten an welcher Stelle ankommen, was Carls Team im Alltag wirklich braucht und welche Informationen verlässlich zusammengehören. Parallel verbessern wir seine Anzeigenkampagnen und deren Klickziele, arbeiten an der Klickrate in der Google-Suche und behalten auch die Sichtbarkeit in KI-Antworten im Blick.

Der Wert dieser Zusammenarbeit liegt für Carl vor allem darin, dass er die Zusammenhänge nicht allein sortieren muss. Ich sage ihm verständlich, was ich für sinnvoll halte, wovon ich abraten würde und warum. Entscheidungen treffen wir mit Blick auf sein Geschäft; die technische Umsetzung muss er anschließend nicht selbst tragen.

Carl beschreibt das so:

„Ich habe mit vielen Dienstleistern gearbeitet – auch mit fachlich sehr spezialisierten Leuten im Bereich SEO und SEA – aber niemand sagt mir so klar wie du, was gut ist und was nicht gut ist und vor allem nicht so verständlich, warum etwas gut oder schlecht ist. Du bist immer voll am Puls der Zeit, egal wann ich dich zu welchem Thema konsultiert habe. Das ist extrem selten und ich bin sehr dankbar, dass wir uns begegnet sind.“

Carl Keaton

Im Projekt arbeitet inzwischen noch ein Carl

Neben Carl Keaton gibt es im CK-Projekt inzwischen einen KI-Copywriter, der ebenfalls Carl heißt. Das ist im Alltag weniger verwirrend, als es zunächst klingt: Carl Keaton führt die Voice Academy und ist mein Kunde und Sparringspartner. Der zweite Carl arbeitet ausschließlich innerhalb des Projekts an Content-Aufgaben.

Ich habe ihn nach meinem Bianka-Pattern als projektgebundenen KI-Agenten aufgebaut. Er besitzt einen klaren Arbeitsvertrag, kennt die für CK Voice Lessons freigegebenen Projektquellen und hat ein eigenes Gedächtnis sowie feste Freigabegrenzen. Unter meiner Anleitung greift er strategisch relevante Themen für den Blog auf, recherchiert und arbeitet Entwürfe aus. Veröffentlichen darf er nichts.

Carl hat damit ein abgegrenztes Ressort: die redaktionelle Vorarbeit. Themenwahl, Strategie, fachliche Prüfung und Veröffentlichung bleiben bei Carl Keaton und mir. Auch in anderen Bereichen helfen mir projektgebundene Agenten dabei, Signale aus Anzeigenkampagnen, Search Console, AI Visibility, Technik und Security im Blick zu behalten. Die Grundidee dahinter beschreibe ich ausführlicher in meiner Agents-Brain-Werkstattserie.

Seit unserem ersten Telefonat haben sich die Werkzeuge mehrfach verändert. Die Zusammenarbeit funktioniert trotzdem nach demselben Prinzip: Carl kann mit einer noch unsortierten Frage zu mir kommen, und ich helfe ihm herauszufinden, welche Entscheidung daraus werden muss. Manchmal endet das in Code, manchmal in einer besseren Kampagnenseite und manchmal in der bewussten Entscheidung gegen ein weiteres Tool.

Auf ckvoicelessons.de sollen Besucher:innen davon vor allem eines merken: Sie finden Unterricht, Coaches und einen direkten Weg zur Probestunde. Die Komplexität dahinter muss ihnen nicht im Weg stehen. Carl muss sie ebenfalls nicht allein tragen.

Sources

À propos de l'auteure

Saskia Teichmann apporte son expertise en matière d'IA, de commerce électronique et de plateformes numériques, et vérifie elle-même les hypothèses techniques, tant au niveau de l'architecture que du code.

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